Drachensteigplaetze in Wien und Umgebung #2- die Steinhofgruende in Ottakring


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Die Steinhofgruende sind einer der Klassiker unter den Wiener Drachenwiesen. Dies duerfte weniger an den Windverhaeltnissen liegen sondern an der guten Erreichbarkeit und dem huebschen Ambiente. Da die Wiesen alle von nicht niederen Baeumen gesaeumt sind brauchen wir eine schoen lange Drachenleine, um in die Bereiche mit konstantem Wind zu gelangen. Aus diesem Grund ist das Lenkdrachenfliegen dort keine besonders erfreuliche Angelegenheit. Auf den Steinhofgruenden ist ein Hochstart mit 100 Metern Leine die erfolgversprechendste Methode, den Drachen in die Luft zu bekommen. Drachenmaessig hat das Gelaende eine lange Geschichte. Der legendaere Franz Brindlmeier war bis zu seinem Tode taeglich mit seinen Rolloplanen und Boberln hier anzutreffen, auch die Delta Brueder und Herr Erich, der Friseur, kamen oft auf die Wiese. Ich erinnere mich noch daran, dass ich im Jahre 1986 mit meinem ersten selbstgebauten Drachen, einer Box aus Holz und Papier, auf die Steinhofgruende ging und sofort wurde der Drachen von den alten Herren begutachtet, die Waage richtig eingestellt und der Drachen flog ueberraschend gut - damit hatte ich mir das Drachenvirus eingefangen und bin es seit damals nicht mehr losgeworden.


Windverhaeltnisse
Wegen der vielen Baeume waehlen wir unseren Standort sorgfaeltig aus. Bei Sued- bzw. Ostwind fliegen wir am besten auf der Wiese gleich links neben dem Haupteingang, bei Westwind ist die Wiese nach dem Brunnen rechts hinunter besser. Sollte der seltene Fall eintreten, dass der Wind von Norden blaest, lassen wir das Drachensteigen besser sein.

Verpflegung
Ein Brunnen mit Trinkwasser befindet sich neben dem Hauptweg. Auf dem Gelaende selbst gibt es keine Moeglichkeit, Verpflegung zu kaufen, in der kalten Jahreszeit bietet ein Stand bei der Feuerwache Maroni und Braterdaepfel an. Zwecks Stillung groesseren Hungers koennen wir uns den Wegweisern folgend ins Schutzhaus Rosental begeben, ein Wirtshaus mir herbem Charme (hier wurde einst der am staerksten betrunkene Kellner Wiens beobachtet). Auf dem Weg hinunter nach Ottakring befinden sich an der Johann-Staud-Strasse mehrere Heurige, unser Favorit ist die "Blaue Nas`n" nach dem Ottakringer Bad.

Ambiente
angenehm unspektakulaer, des Abends oft schoene Lichtstimmungen, im Herbst und Winter bei Nebel herrlich melancholische Atmosphaere

Soziales- Publikum
sehr gemischt, viele PensionistInnen, tuerkische Familien beim Picknick, im Winter LanglaeuferInnen (Vorsicht mit den Drachenleinen), auch Bobos mit Kleinkind sind haeufig anzutreffen

Erreichbarkeit
oeffentlich mit den Bussen 46B bzw. 146B, Haltestelle Feuerwache; individuell ueber die Johann-Staud-Strasse, Parkplaetze entlang der Mauer koennen an schoenen Wochenenden rar werden.

Flora
Meist ist die Wiese im oberen Teil des Gelaendes kurz geschnitten, allein im Fruehsommer kann das Gras laestig hoch stehen.

Fauna
auf dem ganzen Gelaende herrscht Hundeverbot, was uns, sofern wir keinen solchen besitzen, ein Quell der Freude ist. Im Winter fliegen die Saatkraehen zu tausenden vom Wilhelminenberg zu ihrem Nachtlager in Lainz, ein beaengstigendes und wegen des Geschreis der Voegel auch ohrenbetaeubendes Schauspiel.


Papa Klaus weiht Sohn Felix in die Kunst der Drachensteigens ein

passende Begleitmusik finden wir hier







 


Panorama der unteren Wiese- QuicktimeMovie 480 MB    

Panorama der oberen Wiese- QuicktimeMovie 890 MB

   


#1- die Loewygrube auf dem Laaerberg


#2- die Steinhofgruende in Ottakring


#3- die Donauinsel bei der Floridsdorfer Bruecke

#4- die Perchtoldsdorfer Heide

#5- Am Himmel

#6- Am Cobenzl

#7- Donauinsel bei der Reichsbruecke

#8- der Wolfersberg

#9- Roter Berg

#10- am Eskils Kanal

#11- der Eichkogel bei Moedling

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